Gleichstellungsrelevante Aspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt in Deutschland

Expertise von Irene Pimminger und Nadja Bergmann

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Wie diese Veränderungen konkret aussehen, ist gut erforscht und durch zahlreiche Studien belegt. Die Frage, wie sie sich auf die Gleichstellung von Frauen und Männern auswirken, war dagegen lange kein Thema. Doch mittlerweile steigt das wissenschaftliche Interesse: Wie verändern sich die Beschäftigungschancen von Frauen und von Männern insgesamt? Gibt es Erkenntnisse im Hinblick auf Einkommensunterschiede und soziale Sicherung? Sind Veränderungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erwarten?

In ihrer Expertise „Gleichstellungsrelevante Aspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt in Deutschland“ untersuchen Dr. Irene Pimminger von defacto - Sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung und Nadja Bergmann von L&R Sozialforschung, inwieweit solche gleichstellungsrelevanten Fragen in der Fach- und Forschungsliteratur zur Digitalisierung der Arbeitswelt thematisiert werden.

Die Autorinnen diskutieren zudem, ob und wie eine Gender Budgeting Analyse im Feld der Forschungsförderung zu Digitalisierung machbar wäre. Diese sollte ermöglichen, dass finanzielle Mittel gleichstellungsorientiert verteilt und (Forschungs-)Lücken vermieden werden. Nicht zuletzt zeigen Dr. Irene Pimminger und Nadja Bergmann mit ihrer Expertise gleichstellungspolitische Wege auf, um möglichen geschlechtsbezogenen Ungleichgewichten gegenzusteuern.

 

Autorinnen:

Irene Pimminger, defacto - Sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung

Nadja Bergmann, L&R Sozialforschung

 

Pimminger, Irene/Bergmann, Nadja (2020): Gleichstellungsrelevante Aspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt in Deutschland. Expertise im Rahmen des Dritten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung.